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Der spezielle Beitrag

Das Beste aus Peru


Letzter Peru-Import nach Europa


Alle Alpakas wurden im Süden Perus, im Distrikt Puno, dem eigentlichen Herzland der Alpakahochzucht, aus Hunderten von Tieren selektioniert.

Mit dem Inkrafttreten der Bilateralen Verträge zwischen der Europäischen Union und der Schweiz sind seit 1. Juni 2005 alle europäischen Grenzen für Alpaka-Importe aus Peru geschlossen. Dies gilt auch für Länder wie Australien, USA, Bolivien, Argentinien und andere mehr. Damit sind die wertvollsten genetischen Quellen zur Verbesserung der Faserqualität auf Jahre hinaus mehr oder weniger versiegt.

In enger Kooperation mit dem amerikanischen Tierarzt Dr. Bill Barnett, Besitzer der weltweit größten Alpaka-Herde außerhalb Südamerikas, ist es zum letztmöglichen Zeitpunkt gelungen, 112 Zuchtstuten und 17 Zuchthengste in absoluter Topqualität nach Europa zu bringen.

Im Bewusstsein, dass es auf Jahre hinaus die letzte Chance ist, erstklassige peruanische Genetik auf direktem Weg zu sichern, wurden bei der Selektion sehr strenge Maßstäbe gesetzt. Alle ausgewählten Tiere sind gesund, verfügen über einen korrekten Körperbau und ein erstklassiges Vlies (Crimp, Dichte, Behang, Feinheit).

Weil sich in Peru die Zucht wegen der Faserfeinheit über lange Zeit in hohem Maß auf weiße Alpakas konzentrierte, sind in diesem Land farbige Alpakas selten geworden. Deshalb wurden vom Staat jeweils nur wenige farbige Tiere zum Export frei gegeben. Weil es gelang, ein nicht genutztes Kontingent zusätzlich zu erwerben, war es möglich, nebst 60 weißen Stuten auch 52 Stuten in allen Farbschlägen zu importieren.


Ein ganz besonderes Augenmerk galt den Zuchthengsten, die nach noch strengeren Maßstäben selektioniert  wurden. Unter den 17 Hengsten, knapp die Hälfte in Weiß, befinden sich auch zwei ältere Zuchthengste aus der weltberühmten Farm Accoyo.

Die Alpaka-Stuten im Alter zwischen 1 und 5 Jahren stammen aus international renommierten Betrieben, wie Alianza, Paccomarca, Machaccoyo, Conchatanca, Huaripina usw. Beeindruckend sind die Faserwerte, die bei weit über der Hälfte der Tiere zwischen 14 bis 18 Mikron liegen. Auch die anderen Faserwerte entsprechen durchwegs dieser Güteklasse.

Rund die Hälfte der Stuten hat inzwischen Fohlen geboren. Die beim Import nicht tragenden Stuten wurden direkt nach Abschluss der Quarantäne mit erstklassigen peruanischen Deckhengsten zusammengeführt.

Alle Hengste und Stuten wurden in Peru nach den Regeln von ARI/BAS beurteilt (Eric Hofmann und Dr. Pat Long) und verfügen über offizielle Papiere (Screening und Faserbeurteilung). Auch sind alle Tiere sind mit Mikrochip und Ohrenmarke gekennzeichnet. Zudem wurden inzwischen alle noch in der Schweiz weilenden Tiere in das Herdebuch des AZVD (Alpakazuchtverband Deutschland) aufgenommen.

Das Interesse an den erstklassigen Zuchtstuten und Zuchthengste ist gross. So haben bisher schon bald 90 Tiere im In- und Ausland neue Besitzer gefunden. Weil wir einen Teil der wertvollsten Stuten und Hengste der farmeigenen Zuchtherde «Plantel of Switzerland» zugeordnet haben, stehen aus diesem Import nur noch wenige, dafür aber sehr hochwertige Peruaner zur Disposition.


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Last update:07.07.2006